Buntes Treiben auf dem Spielbudenplatz um 1850 - Veranstaltungsgebäude, Auschrift Circus Gymnasticus / Kunstreiter; Vorläufer des Operettenhauses.

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[X61024-fhWQsCZG2j] Buntes Treiben auf dem Spielbudenplatz um 1850 - Veranstaltungsgebäude, Auschrift Circus Gymnasticus / Kunstreiter; Vorläufer des Operettenhauses. ©www.bildarchiv-hamburg.de mehr anzeigen
Vor dem Millerntor ließen sich ab 1795 Künstler und Gaukler auf dem Spielbudenplatznieder. Ihre Holzbuden wurden ab Juni 1813 von der französischen Besatzung in Erwartung der im Dezember beginnenden Belagerung Hamburgs zur Gewinnung freien Schussfeldes abgebrochen. Später wurden die hölzernen Spielbuden durch feste Bauten ersetzt. Zahlreiche Veranstaltungslokale und Theater entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts. Unter dem Spielbudenplatz wurde Ende 1940 und Mitte 1942 ein zweigeschossiger Tiefbunker für 5.000 Menschen gebaut, der nach dem Krieg zur Tiefgarage umgebaut wurde. In den 1960er Jahren wurde der Platz mit modernistischen Glaspavillons bebaut, die zwanzig Jahre später sehr heruntergekommen waren und deshalb abgerissen wurden. Danach blieb die 300 Meter lange Fläche lange leer und ungenutzt. Am 2. Juni 2006 wurde ein 9,7 Millionen Euro teure Umbau offiziell eingeweiht. Fotografien aus dem Stadtteil ST. PAULI - Bezirk HAMBURG MITTE. Die früheste Besiedlung im Bereich des heutigen Stadtteils St. Pauli bestand aus einem Zisterzienserinnen-Kloster, das um 1247 in der Nähe des heutigen Fischmarkts; es bestand dort bis 1293. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden zahlreiche Hügel des Vorortes im Zuge der Errichtung der Neubefestigung der Stadt planiert, um Material für die Errichtung der Festungswälle zu gewinnen und zugleich freies Schussfeld („Glacis“) vor den Mauern am damaligen Millerntor zu haben. Wegen des freien Schussfeldes waren Ansiedlungen zunächst verboten, doch seit dem 17. Jahrhundert wurden Betriebe, die wegen Geruchsentwicklung, Wasserverschmutzung oder Lärm in der Stadt unerwünscht waren, in den Vorort verbannt. Etwa zur gleichen Zeit begann auch die Tradition des Amüsierbetriebs in diesem Gebiet. 1894 wurde St. Pauli zum Hamburger Stadtteil; jetzt leben in dem Stadtteil lauf 2,3 km² ca. 27500 Einwohner.

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